Sonntag, 18. September 2016

Himbeerernte in Serbien

Foto: Vassil, Public Domain
Bei Balkanvibe läuft derzeit der "Balkanvibe Contest" mit Geschichten vom Balkan. Es lohnt sich zu stöbern.

Eine der Geschichten befasst sich mit der eben zu Ende gegangenen Himbeerernte. Der Verfasser, Ian Rohr, hat in Jabuka im Südwesten Serbiens gearbeitet.

Das ist gar nicht weit weg von "unserem" Fakovici. Seine Geschichte trägt den Titel "Picking Raspberries on Apple Mountain"...

Dienstag, 12. Juli 2016

Der Brexit und die Lehren aus dem Zerfall Jugoslawiens

Merkmale der Leave-Kampagne vor dem Brexit-Referendum (aber auch die Auftritte Donald Trumps und anderer Rechtspopulisten) wecken bei vielen Betroffenen Erinnerungen an den Zerfall Jugoslawiens:
  • Cathrine Baker: Brexit has echoes of the breakup of Yugoslavia, Blog der London School of Economics and Political Science (Link)
  • Fedja Buric: Brexit: A Lesson from Yugoslavia, Blog der Abteilung für Geschichte an der University of Sheffield (Link)
Besonders nachdenklich stimmt das folgende kurze Statement:

Montag, 11. Juli 2016

Zetra-Projekt: Erinnerung an die jugoslawische Friedensbewegung

Screenshot der Website www.zetraproject.com
"Zetra - Days of Hope" ist ein Projekt, das 25 Jahre nach dem Ausbruch der Kriege und des Zerfalls Jugoslawiens daran erinnern will, dass es eine große Friedensbewegung gegeben hat. Deren Geschichten sollen auf der Website gesammelt werden, um daran anknüpfen zu können. Die Seite "Über Zetra" beschreibt das Projekt so:
Am 28. Juli 2016 ist es 25 Jahre her, dass im Sommer 1991 tausende junge Jugoslawen in der ZETRA-Halle in Sarajevo gemeinsam den Frieden feierten. 30.000 Menschen tanzten in der Halle, 50.000 davor. Tagsüber hatten Hunderttausende gegen einen Krieg protestiert, von dem sie glaubten, dass er nie ausbrechen würde. Das Konzert wurde im Fernsehen übertragen, Musiker, Redner, Besucher - alle waren überzeugt: Dieser Abend bringt den Frieden zurück. Der Abend des 28. Juli ist Höhepunkt und Ende der Friedensbewegung in dem Vielvölkerstaat, an die sich heute kaum jemand erinnert (...). An die Schlachten, Gräuel und Massaker wird regelmäßig erinnert. Zurecht. Über die starke Friedensbewegung in Jugoslawien wird jedoch überhaupt nicht berichtet. Das wollen wir ändern.
Spiegel Online ist Kooperationspartner des Projekts. In den letzten Tagen sind mehrere lesenswerte Artikel unter der Rubrik "Jugoslawien 1991" erschienen:
  • Carolyn Braun, Marcus Pfeil und Danijel Visevic: Warum bricht ein Krieg aus, den niemand will? - Vor 25 Jahren spielten die wichtigsten Musiker Jugoslawiens in Sarajevo. Alle waren so sicher: Zum Krieg kann, darf, wird es nicht kommen. Und dann brach die Hölle los. Ein neues Projekt sucht Zeitzeugen, 28.06.2016 (Link).
  • Alexander Sarovic: Jugoslawienkrieg: Antworten auf die zehn wichtigsten Fragen - Wie kam es zu den Kriegen im ehemaligen Jugoslawien? Welche Rolle spielten Konflikte zwischen den Volksgruppen? Und wurden die Kriegsverbrecher bestraft? Die wichtigsten Fragen im Überblick, 28.06.2016 (Link). 
  • Senka Kurt: Der Krieg bringt alles an die Oberfläche - Mit ihrer Clique feierte Senka Kurt, Tochter eines Katholiken und einer Muslimin, beim Friedenskonzert in Sarajevo. Dann brach vor 25 Jahren der Krieg aus. Manchmal fragt sie sich, wer ihrer Freunde selbst geschossen hat, 09.07.2016 (Link).

Dienstag, 19. April 2016

Tätigkeitsbericht 2015


Landwirtschaftliches Entwicklungsprojekt in Fakovici:
Der Anbau der empfindlichen Himbeeren ist
Lebensgrundlage einer ganzen Region.

Neben der Unterstützung bedürftiger Menschen in Bosnien-Herzegowina durch Patenschaften und Einzelfallhilfe konnten wir den laufenden Betrieb der Schulküche in Fakovici durch die Kooperation mit unserem Partnerverein „Freundeskreis Kinder in Not e.V.“ aus Kassel sichern. Das landwirtschaftliche Entwicklungsprojekt, das wir seit 2010 durchführen, hat im vergangenen Jahr bedeutende Fortschritte erzielt.

Dank der Unterstützung durch das Auswärtige Amt und die Baden-Württemberg Stiftung konnten wir zahlreichen Menschen aus der Volksgruppe der Roma, die über keinerlei Papiere verfügten, bei der Verwirklichung ihrer Menschenrechte helfen.

Im Bereich Bildung haben wir die im Rahmen des Projekts "weltwärts" nach Bosnien entsandten Freiwilligen betreut und unseren Bildungsserver D@dalos um weitere Angebote ergänzt.

Den gesamten Bericht können Sie sich hier herunterladen: Jahresbericht 2015 [pdf, 200 kb].

Dienstag, 5. April 2016

Zusammenleben in Sarajevo

Vor wenigen Tagen hat Till Rüger vom Bayerischen Rundfunk einen rund 10-minütigen Beitrag über Sarajevo veröffentlicht:
"Die bosnische Hauptstadt trägt nicht umsonst den Titel: Klein-Jerusalem. Nur in der Altstadt von Sarajewo und in Jerusalem finden sich in weniger als 200 Metern Entfernung Kirchen, Moscheen und Synagogen. Juden, Katholiken, Orthodoxe und Muslime leben auf engstem Raum zusammen. Ein friedliches Nebeneinander und das schon über viele hundert Jahre."

Montag, 4. April 2016

Neue Freiwillige arbeitet ehrenamtlich für Pharos in Sarajevo mit

Die junge Zoubeida aus Deutschland mit Wurzeln in Tunesien wird von Anfang April bis Mitte September ehrenamtlich in den Pharos-Projekten in Sarajevo mitarbeiten. Ihr Schwerpunkt wird sein, junge Mütter und Kinder aus Roma-Familien zu unterstützen, indem sie mit ihnen lernt und spielt. Zoubeida wird von Eirene International nach Bosnien-Herzegowina entsandt. Ihren Freiwilligendienst unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) mit seinem weltwärts-Programm.

Sonntag, 20. März 2016

Monduhr in Sarajevo

Das ARD-Studio für Südosteuropa in Wien zählt zu den besten Informationsquellen über aktuelle Entwicklungen "auf dem Balkan" und tauchte auch hier im Blog bereits wiederholt auf (zuletzt hier). Die letzten Wochen und Monate waren dort nahezu ausschließlich Berichte über Flüchtlinge auf der sogenannten "Balkanroute" zu sehen, hören und lesen.

Heute dagegen war offensichtlich wieder Raum für andere Themen, nämlich "Die letzte öffentliche Uhr „a la turca“ auf der Welt", die Sahat kula in Sarajevo:
"Eine Uhr „a la turca“ ist eigentlich eine Uhr wie jede andere. Sie zeigt aber eine andere Zeit an und zwar die Zeit nach dem Mondkalender. Bei Sonnenuntergang ist es Null Uhr, dann endet ein Tag und der neue fängt an. Nach dem Mondkalander messen die Muslime die Zeit und richten danach ihre täglichen Gebete."
Ergänzung (21.03.2016): Schon vor etwas über einem Jahr hat BalkanBlogger ein kurzes Porträt von Sarajevo mit vielen schönen Fotos unter dem Titel "Sarajevo – Multikulturelle Perle Europas" veröffentlicht...

Mittwoch, 2. März 2016

Ende der Belagerung von Sarajevo vor 20 Jahren

Vedran Smailović spielt während der Belagerung Sarajevos
1992 in der zerstörten Staatsbibliothek Cello
Foto: Mikhail Evstafiev, CC-Lizenz
Vor 20 Jahren endete die Belagerung Sarajevos. Aus diesem Anlass hat die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) einen Beitrag aus der Reihe "Hintergrund aktuell" veröffentlicht: http://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/222161/sarajevo
"Vor 20 Jahren endete mit der Befreiung von Sarajevo die längste Belagerung einer Stadt im 20. Jahrhundert. Fast vier Jahre lang war die Stadt von bosnisch-serbischen Truppen umzingelt. Noch heute sind die Folgen des Bosnienkriegs zu spüren."
Auf der Website finden sich außerdem zahlreiche Hinweise auf verwandte Themen aus dem reichhaltigen Angebot der Bundeszentrale:

Dienstag, 9. Februar 2016

Divanhana in der Stuttgarter Liederhalle

Die bosnische Band Divanhana verbindet traditionelle Musik des Balkans mit Elementen aus Jazz, Pop und Klassik. Am 4. März 2016 sind sie in der Stuttgarter Liederhalle zu hören. Auf Balkanblogger findet man ein Interview mit dem Bandmitglied Neven Tunjic, auf YouTube verschiedene Videos, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen:

Dienstag, 22. Dezember 2015

Vor Ort Hoffnung wecken - Weihnachtsbrief

Ingrid Halbritter berichtet in einem Weihnachtsbrief über eine junge Romafamilie in Sarajevo, die dank der Arbeit von Pharos Licht am Ende des Tunnels sieht. Die junge Mutter der Familie, ursprünglich aus dem Nachbarland Serbien und jahrelang illegal und ohne sozialen Schutz im Land, hat vor wenigen Tagen durch unsere Arbeit die Staatsangehörigkeit erhalten und kann nun ihre Menschenrechte verwirklichen. Den ganzen Brief finden Sie hier [pdf, 443 kb]...